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Mahnung per Mail? Das sollten Sie beachten

Mahnung per Mail? Das sollten Sie beachten
Mahnung per Mail? Das sollten Sie beachten
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Die Mahnung per E-Mail ist ein schnelles und kostengünstiges Mittel, um ausstehende Zahlungen einzufordern. Doch nicht jede E-Mail-Mahnung ist rechtlich wirksam. In diesem Artikel erfahren Sie, welche rechtlichen Vorgaben und Bestimmungen Sie beim Versenden einer Mahnung per E-Mail beachten müssen, um sicherzustellen, dass Ihre Forderungen auch durchgesetzt werden können. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Mahnungen per E-Mail sind grundsätzlich möglich, aber die Zustellung muss nachweisbar sein.
  • Lesebestätigungen sind rechtlich nicht ausreichend für die Nachweisbarkeit.
  • Der Versand per Einschreiben oder per qualifiziertem elektronischen Versanddienst bietet eine höhere rechtliche Sicherheit.
  • E-Mails bieten eine schnelle und kostengünstige Möglichkeit, offene Forderungen anzumahnen, erfordern jedoch Vorsicht hinsichtlich der Zustellbarkeit und rechtlichen Absicherung.
  • Dokumentation und klare Formulierungen sind wichtig, um Missverständnisse zu vermeiden und rechtlichen Problemen vorzubeugen.

Sind Mahnung per E-Mail erlaubt?

Eine Mahnung per E-Mail ist grundsätzlich möglich, jedoch müssen dabei bestimmte rechtliche Vorgaben beachtet werden. In der Praxis kann es schwierig sein, den Nachweis über den Empfang einer E-Mail zu erbringen. Eine Lesebestätigung oder Empfangsbestätigung reicht hier nicht aus, um eine Mahnung rechtssicher zuzustellen. Denn diese bestätigen lediglich, dass die E-Mail im Postfach des Empfängers eingegangen ist, aber nicht, dass sie auch tatsächlich zur Kenntnis genommen wurde.

Um eine Mahnung rechtssicher zuzustellen, muss die Zustellung nachweisbar und belegbar erfolgen. Eine einfache Lesebestätigung kann beispielsweise auch leicht manipuliert oder abgelehnt werden und bietet daher keine ausreichende Rechtssicherheit. Eine bessere Option ist der Versand der Mahnung per Einschreiben oder durch die Nutzung eines qualifizierten elektronischen Versanddienstes, der eine rechtssichere Zustell- und Empfangsbestätigung ermöglicht.

Wenn Sie eine Mahnung per E-Mail versenden möchten, achten Sie darauf, dass der Empfang und das Lesen der Nachricht nachweisbar sind, um im Falle eines Rechtsstreits abgesichert zu sein.

 

Mahnung per Mail: Vor- und Nachteile im Detail

Die Mahnung per E-Mail bietet sowohl Vorteile als auch einige Herausforderungen, die Sie als Unternehmer kennen sollten. Nachfolgend finden Sie eine detaillierte Übersicht, um abzuwägen, ob die E-Mail-Mahnung für Ihr Unternehmen sinnvoll ist.

Vorteile der Mahnung per E-Mail:

  1. Schnelligkeit und Effizienz: Eine Mahnung per E-Mail erreicht den Empfänger sofort und rund um die Uhr. Dadurch können Sie schnell auf unbezahlte Rechnungen reagieren und vermeiden, dass Forderungen unnötig lange offen bleiben.
  2. Kostenersparnis: Im Vergleich zu klassischen Mahnungen per Post, die Porto- und Materialkosten verursachen, ist eine E-Mail kostengünstiger und spart Zeit.
  3. Bequeme Dokumentation: E-Mails lassen sich leicht speichern und archivieren, was eine effiziente Nachverfolgung und Dokumentation der Mahnungen ermöglicht.

Nachteile der Mahnung per E-Mail:

  1. Nachweisproblematik: Wie bereits erwähnt, ist es schwierig, den Empfang einer E-Mail rechtssicher nachzuweisen. Eine einfache Lesebestätigung reicht nicht aus, um die Zustellung vor Gericht zu belegen.
  2. Missverständnisse und technische Probleme: E-Mails können im Spam-Ordner landen, vom Empfänger übersehen oder gelöscht werden. Dadurch besteht die Gefahr, dass der Schuldner die Mahnung nicht wahrnimmt und sich im schlimmsten Fall auf fehlende Zustellung beruft.
  3. Mangelnde rechtliche Sicherheit: Im Vergleich zu einer Mahnung per Einschreiben bietet die E-Mail nicht dieselbe rechtliche Absicherung. Falls es zu einem Rechtsstreit kommt, könnte es schwieriger sein, den Zustellnachweis zu erbringen.

Was sollte in dem Mahnschreiben enthalten sein?

Ein Mahnschreiben, auch wenn es per E-Mail versendet wird, sollte klar und präzise formuliert sein, um Missverständnisse zu vermeiden und dem Schuldner keine Ausreden zu bieten.

Folgende Punkte sollten unbedingt enthalten sein:

  • Angaben zur Forderung: Nennen Sie den Betrag, der fällig ist, sowie die ursprüngliche Rechnung oder den Vertrag, aus dem die Forderung resultiert.
  • Fälligkeitsdatum: Geben Sie das genaue Datum an, bis zu dem die Zahlung hätte erfolgen müssen.
  • Zahlungserinnerung: Erinnern Sie den Schuldner höflich, aber bestimmt an seine Zahlungsverpflichtung.
  • Fristsetzung: Setzen Sie eine neue Frist, bis wann die Zahlung erfolgen soll.
  • Hinweis auf Folgen: Weisen Sie darauf hin, dass bei Nichtzahlung zusätzliche Kosten (z. B. Inkassokosten oder Verzugszinsen) anfallen können und rechtliche Schritte eingeleitet werden.
  • Bankverbindung: Geben Sie Ihre Kontodaten an, um die Zahlung zu erleichtern.
  • Name und Anschrift des Schuldners: Die korrekten Angaben des Schuldners, um sicherzustellen, dass die Mahnung den richtigen Adressaten erreicht.
  • Aktuelles Datum: Das Datum der Mahnung, damit klar wird, wann diese ausgestellt wurde und wann die Frist läuft.

 

Fazit:  

Die Mahnung per E-Mail kann eine praktische und kostengünstige Möglichkeit sein, offene Forderungen anzumahnen. Allerdings sollten Sie sich der potenziellen Risiken bewusst sein und prüfen, ob für Ihr Unternehmen der rechtssichere Versand per Post oder ein qualifizierter elektronischer Versanddienst sinnvoller ist. 

 

Häufige Fragen

Dürfen Inkassogebühren abgelehnt werden, wenn sie zu hoch erscheinen?

Inkassogebühren dürfen nur dann abgelehnt werden, wenn sie unrechtmäßig oder deutlich überhöht sind. In solchen Fällen empfiehlt sich eine genaue Prüfung der Forderung.

In welchen Fällen müssen keine Inkassogebühren gezahlt werden?

Inkassogebühren entfallen, wenn das Inkassobüro nicht ordnungsgemäß registriert ist, das Mahnverfahren Fehler enthält oder die Zahlungsfrist nicht korrekt gesetzt wurde.

Was passiert, wenn nur die Hauptforderung gezahlt wird, aber nicht die Inkassogebühren?

Das Inkassobüro kann weitere Schritte einleiten, wie etwa ein gerichtliches Mahnverfahren, was zusätzliche Kosten und Aufwand verursacht.

 

 

 



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