Verjährung von Forderungen
Zum Jahresende hin heißt es, die Buchhaltung auf offene Forderungen zu überprüfen und Außenstände rechtzeitig einzutreiben. Es geht Ihnen viel Geld...
Privatkunden & Masseninkasso
Die Mahnung per E-Mail ist ein schnelles und kostengünstiges Mittel, um ausstehende Zahlungen einzufordern. Doch nicht jede E-Mail-Mahnung ist rechtlich wirksam. In diesem Artikel erfahren Sie, welche rechtlichen Vorgaben und Bestimmungen Sie beim Versenden einer Mahnung per E-Mail beachten müssen, um sicherzustellen, dass Ihre Forderungen auch durchgesetzt werden können.
Eine Mahnung per E-Mail ist grundsätzlich möglich, jedoch müssen dabei bestimmte rechtliche Vorgaben beachtet werden. In der Praxis kann es schwierig sein, den Nachweis über den Empfang einer E-Mail zu erbringen. Eine Lesebestätigung oder Empfangsbestätigung reicht hier nicht aus, um eine Mahnung rechtssicher zuzustellen. Denn diese bestätigen lediglich, dass die E-Mail im Postfach des Empfängers eingegangen ist, aber nicht, dass sie auch tatsächlich zur Kenntnis genommen wurde.
Um eine Mahnung rechtssicher zuzustellen, muss die Zustellung nachweisbar und belegbar erfolgen. Eine einfache Lesebestätigung kann beispielsweise auch leicht manipuliert oder abgelehnt werden und bietet daher keine ausreichende Rechtssicherheit. Eine bessere Option ist der Versand der Mahnung per Einschreiben oder durch die Nutzung eines qualifizierten elektronischen Versanddienstes, der eine rechtssichere Zustell- und Empfangsbestätigung ermöglicht.
Wenn Sie eine Mahnung per E-Mail versenden möchten, achten Sie darauf, dass der Empfang und das Lesen der Nachricht nachweisbar sind, um im Falle eines Rechtsstreits abgesichert zu sein.
Die Mahnung per E-Mail bietet sowohl Vorteile als auch einige Herausforderungen, die Sie als Unternehmer kennen sollten. Nachfolgend finden Sie eine detaillierte Übersicht, um abzuwägen, ob die E-Mail-Mahnung für Ihr Unternehmen sinnvoll ist.
Ein Mahnschreiben, auch wenn es per E-Mail versendet wird, sollte klar und präzise formuliert sein, um Missverständnisse zu vermeiden und dem Schuldner keine Ausreden zu bieten.
Folgende Punkte sollten unbedingt enthalten sein:
Inkassogebühren dürfen nur dann abgelehnt werden, wenn sie unrechtmäßig oder deutlich überhöht sind. In solchen Fällen empfiehlt sich eine genaue Prüfung der Forderung.
Inkassogebühren entfallen, wenn das Inkassobüro nicht ordnungsgemäß registriert ist, das Mahnverfahren Fehler enthält oder die Zahlungsfrist nicht korrekt gesetzt wurde.
Das Inkassobüro kann weitere Schritte einleiten, wie etwa ein gerichtliches Mahnverfahren, was zusätzliche Kosten und Aufwand verursacht.

Renè Hansen
Geschäftsführer Hansen Forderungsmanagement.
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